Systematisch entwickeln, bedeutet immer einen Plan B zu haben.

Wer etwas Neues entwickelt, weiß nie genau, ob es so klappt wie es gedacht war. Das liegt in der Natur der Sache. Müsste man meinen. Dennoch verhalten sich viele in Entwicklungsprojekten so, als ob dieses Prinzip gerade bei Ihnen nicht gelten würde. Eine technische Lösungsoption genügt, es herrscht das Prinzip: „Was ich will muss gehen“. Erst wenn die Physik bewiesen hat, dass es nicht funktioniert, erst wenn wir viel Zeit und Geld verloren haben, gestehen wir uns ein, dass es so nicht umsetzbar ist. Dieses Muster ist zwar menschlich, aber im höchsten Maß unwirtschaftlich und gefährlich.

Wir brauchen in der eigentlichen Entwicklungsphase, also in der Phase von der Idee zum Konzept, Optionen und alternative Szenarien.

Es geht darum, dass wir verschiedene Lösungsansätze für die technische Realisierung haben, aber auch ein klares Ranking der Anforderungen. Was sicher auch immer wieder hilft, ist in kleinen überschaubaren Loops mit greifbaren Ergebnissen zu denken, so wie es z.B. SCRUM fordert. Eine klare Absage macht dies aber den Planungsorgien und unendlichen, fast unüberschaubaren Pflichtenheften. Je greifbarer, einfach messbar und in überschaubarer Zeit realisierbar, desto stabiler. Dies erfordert schlimmsten Falls mehrere Loops und Updates des Produktes. Dafür schnelleren Marktzugang mit einer funktionierenden Variante. Oft, aber sicher nicht immer, ein sinnvolles Vorgehen.

Sie sehen: Auch hier gibt es Methoden die helfen, es sind aber keine Heilslehren. Die passende Vorgehensweise steht in keinem Buch. Sie liegt in der Anwendung und Anpassung auf die Situation. Stereotypen helfen sicher nicht. Damit kommen wir zur persönlichen Botschaft: Um systematisch und erfolgreich entwickeln zu können, braucht es Ihre Flexibilität und Beweglichkeit. Wir sind also auch hier wieder (neben fachlicher und methodischer Kompetenz) bei Ihrer Haltung. Hoffentlich eine guten Nachricht für Sie!

Ach ja: Mehr zum Thema Plan B gibt’s übrigens unter: http://bit.ly/1HHuMQg

Grafik: Dannert-Weing


Christoph Dill

Christoph Dill

Seit 2003 bin ich in der Beratung tätig, seit 2006 als Partner und damit einer der 11 Eigentümer unserer Firma. Seit 2010 stehe ich für den Kompetenzbereich Innovation & Engineering unserer AG, was seit jeher mein Beratungsumfeld darstellt. Hier habe ich ein sehr breites methodisches Fundament, das ich mit meinem Doktorvater Prof Dr. Ing dieter Spath (ehemals Leiter des Fraunhofer IAO, Stuttgart) auch in Form des Buchs ‚Vom Markt zum Markt‘ veröffentlicht habe. Aufbauend auf diesem Fundament entwickle, gestalte und begleite Kunden im Umfeld von Innovation und Prozess- und Projektmanagement. So kann ich dort einen Beitrag leisten, dass Produkte, Prozessen und Businessmodelle erfolgreich und marktfähig entwickelt und realisiert werden. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie, gehe Joggen, Mountainbiken und im Winter vor allem gerne Skifahren. Ski ist für mich mehr als ein Sport, sondern Teil meines Lebens.

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