Wo endet Smart Services und wo beginnt Industrie 4.0?
In Stuttgart wurde heute auf der Veranstalung „Smart Services“ des Fraunhofer IAO zu diesem Thema informiert und  diskutiert.

Die Frage, die sich mir dabei mehrfach gestellt hat, ist: Was gehört denn jetzt wozu?

Oft werden, wie ich finde, verschiedene Thmen in den selben Topf geworfen. Einige Lösungen werden als Smart Services dargestellt, die für mich das zusammenführen von unterschiedlichen IT-Systemen oder Datenquellen sind. Darin sehe ich, als ITler, die konsequente Nutzung von IT. Diese IT-Komponenten sind schon Jahre in dieser Form vorhanden und werden jetzt integriert genutzt. Ist das schon Smart Service?

Der Schichtplan, der von den Kollegen eigenverantwortlich im Kollektiv per Doodle erstellt wird, ist dafür ein Beispiel. Hier kann ich sagen, ja, dass ist so gerade Smart Service.

Da gehen die Ideen in der Hotellerie, die es ihren Kunden ermöglicht mit dem Handy einzuchecken, mit dem Handy das Zimmer zu öffnen und per Near Field Communication (NFC) zu bezahlen, schon weiter. Wenn das Zimmer noch in der von mir präferierten Temperatur vorgeheizt oder gekühlt ist, dann ist das sicherlich auch ein Smart Service.

Industrie 4.0 beginnt für mich jedoch deutlich „später“!

Die vorweg beschriebenen Lösungen sind die Verkettung von verfügbaren Technologien und modernen Arbeitskonzepten. Disruptiv, wie es immer so schön  heißt, also bahnbrechend neu, ist daran nicht wirklich etwas. Doch genau dass ist für mich der Unterschied, der Smart Servces von Industrie 4.0 unterscheidet.

Industrie 4.0 ist es für mich, wenn Grundlegend neue  Prozesse und Geschäftsmodelle mit neuer Wertschöpfung entstehen. Wenn es also, wie ebenfalls heute dargestellt, durch Datenanalysen von z. T. riesigen Datenmangen z.B. Sensordaten, Services angeboten werden, die es ermöglichen vorherzusagen wann ein bestimmter Defekt auftreten wird.  Damit vor Ereigniseintritt eine entsprechende Reparatur durchgeführt wird, um geplante Stillstandszeiten zu haben oder sogar keine. Dann ist das für mich der Beginn von Industrie 4.0. Werden Prozess so radikal neu, dass letztlich nur noch Maschinen im Internet der Dinge (IoT) daran beteiligt sind, der Mensch nur noch kontrollierend und in Ausnahmen eingreift, dann sind wir mitten in Industrie 4.0 angekommen. – So ist jedenfalls mein Verständnis.


Tomas Schiffbauer

Tomas Schiffbauer

Experte für digitale Innovationen.

Ich arbeite seit fast 20 Jahren als Berater. Aus der IT kommend, über die Projektleitung bis hin zum Coach für Führungskräfte. Durch meine weltweiten Projekte durfte ich viele verschiedene kulturelle Ansätze und Menschen kennenlernen, was für mich eine Bereicherung darstellt.
Seit 2012 bin ich im Team von Liebich & Partner.

Meine Beratungsschwerpunkte:

  • Innovationslotse: Leitung und Begleitung für Innovation und Projekten; agil vom Markt zum Markt
  • Konzipieren und Begleiten von Teamentwicklungsprozessen hin zu agilen Organisation
  • Etablierung und Weiterentwicklung des Projektmanagements (klassisch, agil, hybrid)
  • Übersetzer: Von Mensch zu Mensch, vom Mensch zur Technik und zwischen Systemen
  • Coaching für Führungs- und Führungsnachwuchskräfte
  • Gestalten, leiten und begleiten von Veränderungsprozesseny
  • Wechseln von Perspektiven und übersetzen von Anforderungen zur IT-Strategie und Systemauswahl
  • Analysieren, optimieren, innovieren und implementieren von Systemen und Prozessen.
  • Persönlich geprägt hat mich neben meinen vielen Projekten in der ganzen Welt sicherlich meine Zeit als Judo-Trainer und aktiver Judoka.
    Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam Dinge verändern können. Im Kleinen, wie im ganz großen. Letztlich zum Wohle aller.

    Lassen Sie uns ins Gespräch kommen, wie ich ihr Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie unterstützen kann.

    Ihr Tomas Schiffbauer
    Liebich & Partner Management- & Personalberatung AG
    Telefon +49-7221-90780

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