Die Qual der Wahl: Innovation in der Multioptionsgesellschaft

 

Innovation will jeder. Der Begriff ist einfach unheimlich positiv besetzt. Es gibt für alle möglichen Anwendungen neu Produkte, Dienstleistungen und Ideen. Bei der Realisierung neuer Leistungen haben wir die Qual der Wahl: Nicht nur ob wir etwas Neues auf den Markt bringen wollen auch wie es genau den Kundenbedarf lösen soll ist eine echte Entscheidungsfrage.

Die Fülle der Optionen nimmt stetig zu: Hatten wir z.B. bei der Markteinführung neuer Musik noch vor wenigen keine Frage: Eine LP muss in den Laden. Punkt. Marketing in allen Medien. Heute wäre Online  und Stream Standard. Aber will ich das? In den Letzten Wochen haben wir erlebt, wie es auch ein Innovativer und auffälliger Weg sein kann, genau das nicht zu machen: Adele hat sich Spotify, Apple Music und Co. Erfolgreich entzogen. Eine Mögliche Entscheidung in der Multioptionsgesellschaft.

Auch bei Produktinnovationen müssen wir uns diese Frage stellen: Ist z.B. eine Internet der Dinge (IOT)- Lösung richtig? Ist die Auslegung in Werkstoff A oder in Werkstoff B sinnvoller?

Die Liste der Optionsmöglichkeiten steigt heute wieder gravierend. Gerade IOT, Sharing- Economy, Smart Home und und gibt uns eine neue Fülle möglicher Lösungsmöglichkeiten. Aber welche Lösung begeistert Kunden und wird im Markt am Ende erfolgreich? Eine Frage in der Multioptionsgesellschaft.

Gleichzeitig höre ich bei mir zu Hause immer wieder den Satz: „Brauchen tun’ wir schon lange nichts mehr.“ Also alles unnützer „Innovations- Hype“?

Ich glaube nein. Wir wollen neue, andere Lösungen. Auch wenn es bereits viele Lösungen für unsere Probleme und Anforderungen gibt und gab.

Das Neue an sich ist ein Wert.

Neue Generationen leben ihr Leben anders und brauchen passende Lösungen. Hat gestern die Oma zu Hause dafür gesorgt, dass der Ofen nicht ausgeht, haben wir heute eine Smart- Home Lösung um die Heizung zu steuern und die uns meldet, wenn es der Oma, die alleine lebt nicht gut geht.

Nur zwei Aspekte warum Neu und Innovation in unserer Überfluss- und Multioptionsgesellschaft weiter nötig ist.

Ein Aspekt, der mir in diesem Zusammenhang wichtig erscheint möchte ich an dieser Stelle nochmals in den Fokus richten: Wenn denn Innovation an sich gut und nötig ist, die Fülle der Optionen größer und größer wird, an was hängt denn der Erfolg eines Produktes?

Ein „ganz gutes“ Leistungsangebot ist sicher nötig. Quasi das Eintrittsgeld. Ohne das wird Erfolg sicher nicht möglich. Aber aus meiner Sicht oft überschätzt.

Was wir oft liederlich machen ist die Identifikation mit dem Produkt.  Wir müssen den Erfolg wollen, unsere Produkte und Leistungen lieben und selbst nutzen. Eat your own Dogfood! So gsgt man heute dazu. Ok. Also: Wenn Sie Smart Home Lösungen entwickeln müssen sie es selbst einsetzen, wenn Sie Air BnB verkaufen, gehen sie nicht ins Hotel, Sharing- Anbieter besitzen nicht.

Wer nicht lebt was er entwickelt und verkauft wird nicht erfolgreich sein. Sein das Role- Model für dein Produkt. Das gibt den Kick. Ganz sicher.

Hier der Link zur Prezi: „Die Qual der Wahl“

 

 


Christoph Dill

Christoph Dill

Seit 2003 bin ich in der Beratung tätig, seit 2006 als Partner und damit einer der 11 Eigentümer unserer Firma. Seit 2010 stehe ich für den Kompetenzbereich Innovation & Engineering unserer AG, was seit jeher mein Beratungsumfeld darstellt. Hier habe ich ein sehr breites methodisches Fundament, das ich mit meinem Doktorvater Prof Dr. Ing dieter Spath (ehemals Leiter des Fraunhofer IAO, Stuttgart) auch in Form des Buchs ‚Vom Markt zum Markt‘ veröffentlicht habe. Aufbauend auf diesem Fundament entwickle, gestalte und begleite Kunden im Umfeld von Innovation und Prozess- und Projektmanagement. So kann ich dort einen Beitrag leisten, dass Produkte, Prozessen und Businessmodelle erfolgreich und marktfähig entwickelt und realisiert werden. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie, gehe Joggen, Mountainbiken und im Winter vor allem gerne Skifahren. Ski ist für mich mehr als ein Sport, sondern Teil meines Lebens.

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