Das neue Zeitalter kommt. Die Industrie wird revolutioniert sagen sie auch. Desruptiv soll es vorgehen. Schnell, radikal brutal meinen sie. Ich möchte mich da nicht ganz dagegen stellen. Aber ein bisschen. Der kommende Wandel, getriggert durch eine neue Art der Digitalisierung kommt. Da bin ich auch sicher. Er wird auch viele, vorallem traditionelle Industrien strakt verändern. Aber: Big Data und die permanente Ausrichtung nach irgendwelchen Kennzahlen wirds‘ nicht machen. 

In der Diskussion um die schöne neue Welt wird aus meiner Sicht ein Punkt zu häufig, zu schnell und vorallem sehr nachlässig übergangen: Wir Menschen. Alle Orientierung an Kennzahlen. Große Datenmengen, das Gesetz der Masse … ist immer retrospektiv. Ein spannender Gedanke hierzu im Interview mit Mihai Nadin.  Die Zukunft baut zwar auf der Vergangenheit auf, aber besteht auch zu einem großen Teil aus unser Phantasie, aus unserm Wunsch und unserer Inspiration. Ich sehe also auch das Zeitalter der Kreativität auf uns zukommen. Die neue Digitalisierung wird uns dabei helfen. 

Unsere kommenden Geschäftsmodelle werden im Service ihre Stärken haben, am besten in maximal indivialisierten Serviceleistungen. Solche Serviceleistungen brauchen

– hervorragende Technik (im Sinne vor Produkten, Software, technischen Lösungen usw.), denn darauf wird es basieren.  

– große Individualisierung und Anpassung dieser Produkte, je nach Bedarf der Kunden. Es wird sich nie wie ein Produkt von der Stange anfühlen. 

– persönlichstem Service, in Form von Beratung, Support, mit- und vorwegdenken von Bedürfnissen des Kunden. Ihn wirklich verstehen und verstehen wollen. 

Für all das kann es helfen, wenn wir via Big Data Trends analysieren, KPIs zur Zielerreichung nutzen. Aber dies Kern liegt in der Kreativiät und in der Hinwendung zum Menschen. Klingt jetzt vielleicht altmodisch. Ist es aber nicht. Dieser Bedarf wird unsere alternde Gesellschaft suchen, finden und wertschätzen. Und das lässt sich nicht in Big Data und auch nicht in KPIs packen. zumindest nicht sinnvoll. 

Ich freue mich auf die Diskussion!


Christoph Dill

Christoph Dill

Seit 2003 bin ich in der Beratung tätig, seit 2006 als Partner und damit einer der 11 Eigentümer unserer Firma. Seit 2010 stehe ich für den Kompetenzbereich Innovation & Engineering unserer AG, was seit jeher mein Beratungsumfeld darstellt. Hier habe ich ein sehr breites methodisches Fundament, das ich mit meinem Doktorvater Prof Dr. Ing dieter Spath (ehemals Leiter des Fraunhofer IAO, Stuttgart) auch in Form des Buchs ‚Vom Markt zum Markt‘ veröffentlicht habe. Aufbauend auf diesem Fundament entwickle, gestalte und begleite Kunden im Umfeld von Innovation und Prozess- und Projektmanagement. So kann ich dort einen Beitrag leisten, dass Produkte, Prozessen und Businessmodelle erfolgreich und marktfähig entwickelt und realisiert werden. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie, gehe Joggen, Mountainbiken und im Winter vor allem gerne Skifahren. Ski ist für mich mehr als ein Sport, sondern Teil meines Lebens.

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