Die Lösung liegt in den Menschen. Entfesselung der Kräfte im Unternehmen.

Die Dinge än­dern sich. Und zwar ra­sant. Doch statt den Wan­del in die ei­ge­ne Or­ga­ni­sa­ti­on ein­zu­bin­den, ver­blei­ben die meis­ten Un­ter­neh­men in wohl­ge­ord­ne­ter Be­we­gungs­lo­sig­keit.

Eine ler­nen­de Or­ga­ni­sa­ti­on ist ein Sys­tem, das sich ab­hän­gig von wech­seln­den Um­ge­bungs­be­din­gun­gen immer wie­der um­for­miert, um an sein über­ge­ord­ne­tes Ziel zu kom­men. Das gilt für Vo­gel­schwär­me ge­nau­so wie für Un­ter­neh­men. Das Pro­blem in vie­len Un­ter­neh­men: Die kol­lek­ti­ve In­tel­li­genz, auch Schwar­min­tel­li­genz ge­nannt, dank derer sich Or­ga­ni­sa­tio­nen erst aus sich selbst her­aus wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen, wird von star­ren Auf­bau- und Macht­struk­tu­ren in Ket­ten ge­legt.

An­ge­sichts, der teils ra­sant auf Un­ter­neh­men zu­kom­men­den Markt­ver­än­de­run­gen und Um­wäl­zun­gen ein ge­fähr­li­ches Un­ter­fan­gen. Un­ter­neh­men, die den Wan­del be­wäl­ti­gen wol­len, be­nö­ti­gen eine an­pas­sungs­fä­hi­ge in­ne­re Or­ga­ni­sa­ti­on. Die Vor­aus­set­zun­gen dafür: Of­fe­ne Füh­rung und das Den­ken in Pro­zes­sen ge­mein­sam mit allen Be­tei­lig­ten. Die Kom­pe­tenz der Mit­ar­bei­ter muss ge­for­dert und ge­för­dert wer­den. Sie wis­sen am bes­ten, wo es im Ta­ges­ge­schäft hakt und schmerzt. Durch das Sam­meln und Ko­or­di­nie­ren ihrer Pro­blem­be­schrei­bun­gen und das dar­auf fol­gen­de Ab­lei­ten von Hand­lungs­fel­dern fin­det man zu­kunfts­fä­hi­ge Lö­sun­gen, mit denen es bes­ser läuft. Auch wenn das dem einen oder an­de­ren schwer­fällt, Auf­ga­be der Füh­rung ist es dabei, zu­zu­hö­ren und zu be­fä­hi­gen statt ab­zu­wie­geln und die Wirk­lich­keit der Mit­ar­bei­ter zu ne­gie­ren. Nur so kann Ver­trau­en ent­ste­hen, die Or­ga­ni­sa­ti­on kommt in Be­we­gung und der ge­mein­sam ge­fun­de­ne Weg wird von allen ge­tra­gen.

Die Ab­läu­fe wer­den sta­bi­li­siert – bis sich die An­for­de­run­gen wie­der än­dern. Taucht zum Bei­spiel im In­no­va­ti­ons­um­feld, durch neue Kun­den­er­war­tun­gen oder durch un­vor­her­ge­se­he­ne Auf­trags­vo­lu­mi­na die Frage „Wie das gehen soll?“ auf, gilt es die Or­ga­ni­sa­ti­on, sei es auf Un­ter­neh­mens- oder Ab­tei­lungs­ebe­ne, so zu ent­wi­ckeln, dass man die Auf­ga­be ge­mein­sam be­wäl­tigt. Die Struk­tur folgt dem Auf­trag. Das Span­nen­de dabei: Es gibt kein Mus­ter und nie­mand, auch kein Be­ra­ter, kennt vorab das Er­geb­nis. Es braucht den Mut los­zu­lau­fen, ohne genau zu wis­sen, wohin die Reise geht. Die Lö­sung ent­wi­ckelt sich im Zu­sam­men­spiel der be­tei­lig­ten Men­schen.


Christoph Dill

Christoph Dill

Seit 2003 bin ich in der Beratung tätig, seit 2006 als Partner und damit einer der 11 Eigentümer unserer Firma. Seit 2010 stehe ich für den Kompetenzbereich Innovation & Engineering unserer AG, was seit jeher mein Beratungsumfeld darstellt. Hier habe ich ein sehr breites methodisches Fundament, das ich mit meinem Doktorvater Prof Dr. Ing dieter Spath (ehemals Leiter des Fraunhofer IAO, Stuttgart) auch in Form des Buchs ‚Vom Markt zum Markt‘ veröffentlicht habe.

Aufbauend auf diesem Fundament entwickle, gestalte und begleite Kunden im Umfeld von Innovation und Prozess- und Projektmanagement. So kann ich dort einen Beitrag leisten, dass Produkte, Prozessen und Businessmodelle erfolgreich und marktfähig entwickelt und realisiert werden.
Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie, gehe Joggen, Mountainbiken und im Winter vor allem gerne Skifahren. Ski ist für mich mehr als ein Sport, sondern Teil meines Lebens.

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