Her mit Lösungen! Statt immer noch mehr von: Wir brauchen mehr Digitalisierung und agiles Arbeiten.

… und wieder ein Artikel in dem es darum geht wie es sein müsste, könnte, sollte.

Ich kann es nicht mehr hören!

Immer die gleiche Leier, die deutschen Unternehmen haben den Start verschlafen und müssen mehr tun, damit das Thema Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle nicht komplett an uns vorbei rast.

Leute, stellt doch bitte mal die Erfolgsgeschichten vor. Die gibt es doch da draussen. Da bin ich mir sicher! – Pragmatische Erfahrungen. Zeigt doch mal wie ihr es gemacht habt. Mit allen Stolperfallen, Beulen und Schrammen. Frühes Scheitern. Was hat nicht funktioniert? Wie wurde korrigiert?

Wir haben es getan:

Letztes Jahr zum Sommerfest hardcore Trello für alle in einer Stadtrallye eingeführt. Trotz Gamification-Ansatz war der Erfolg eher mäßig. Doch eine kleine Anzahl von Mitarbeitern hat das Tool weiter genutzt und jetzt schon 12 Monate Erfahrung gesammelt. Ob es jemals von allen Kollegen genutzt wird? – Keine Ahnung. Ist auch egal! Die, die es nutzen haben einen Vorteil.

Seit neuestem nutzen wir Slack, auch cool. Damit geht so richtig viel. Damit haben wir in einem kleinen Team von drei Kollegen begonnen. Letzte Woche Sommerlager – es stand zwar nicht auf der Agenda, aber vier weitere Kollegen sind von den frühen Anwender „überzeugt“ worden, dass Slack eine gute Sache ist. Der Sinn und Mehrwert hatte sich bereits am zweiten Tag des Lagers allen offenbart.

Ein strukturierte Ansatz sieht sicherlich anders aus. Das Vorgehen zeigt aber, es gibt keinen Königsweg. Es hängt immer von den Menschen ab. Wir haben experimentiert, um Erfahrungen zu sammeln. Die fließen jetzt in unsere Kundenprojekte ein. In Kombination mit erprobten Methoden zur Veränderung und agilem Arbeiten entsteht so mit Kunden das individuell passende Vorgehen in Richtung Digitalisierung und agile Organisation.

Konkret prüfen wir zunächst die gelebte Kultur, um zu sehen wo die Mitarbeiter stehen. Daraus leiten wir Maßnahmen ab, um den Kollegen die Möglichkeit zu geben, zu erfahren, was der agile Geist ist. Oder, was Digitalisierung im Job bedeutet. WhatsApp oder andere Messenger kennt und nutzt fast jeder von uns im Alter von 12 bis 65 Jahre. Privat, vielleicht inoffiziell auch mit einigen Kollegen. Andere nutzten bei Fragen im privaten Umfeld wie selbstverständlich google oder andere Suchmaschinen. Im Büro wird aber vielleicht aus Gewohnheit immer direkt die IT Abteilung oder ein Kollege angerufen. Statt mal kurz bei google zu schauen, ob ich dort die Lösung selbst finden kann. Von WhatsApp zu Slack ist gedanklich und emotional ein kurzer Weg. Damit ist der Erfolg mit ein wenig Begleitung in Methodik und Vorgehen, für den Gedanken- und Kulturwandel gut zu erreichen. Hilfe zur Selbsthilfe schaffen, ist auch ein Schritt hin zu mehr Digitalisierung. Beides Ansätze, die nicht mit Investitionen von mehreren Millionen Euro verbunden sind. Dennoch bringen sie neues Denken, neues Miteinander, dadurch Entlastung, mehr Dynamik (Agilität) und Zeit für neue Wege.

Mit Mut etwas Hilfe, ist das für die meisten Organisationen zu schaffen, da bin ich sicher. Dann klappt’s auch mit der Digitalisierung. Schritt für Schritt. Traut Euch, fragt, scheitert früh, steht auf und probiert etwas anderes.

Grafik: Pliester


Tomas Schiffbauer

Tomas Schiffbauer

Experte für digitale Innovationen.

Ich arbeite seit fast 20 Jahren als Berater. Aus der IT kommend, über die Projektleitung bis hin zum Coach für Führungskräfte. Durch meine weltweiten Projekte durfte ich viele verschiedene kulturelle Ansätze und Menschen kennenlernen, was für mich eine Bereicherung darstellt. Seit 2012 bin ich im Team von Liebich & Partner.


Meine Beratungsschwerpunkte:

  • Innovationslotse: Leitung und Begleitung für Innovation und Projekten; agil vom Markt zum Markt
  • Konzipieren und Begleiten von Teamentwicklungsprozessen hin zu agilen Organisation
  • Etablierung und Weiterentwicklung des Projektmanagements (klassisch, agil, hybrid)
  • Übersetzer: Von Mensch zu Mensch, vom Mensch zur Technik und zwischen Systemen
  • Coaching für Führungs- und Führungsnachwuchskräfte
  • Gestalten, leiten und begleiten von Veränderungsprozesseny
  • Wechseln von Perspektiven und übersetzen von Anforderungen zur IT-Strategie und Systemauswahl
  • Analysieren, optimieren, innovieren und implementieren von Systemen und Prozessen.

  • Persönlich geprägt hat mich neben meinen vielen Projekten in der ganzen Welt sicherlich meine Zeit als Judo-Trainer und aktiver Judoka. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam Dinge verändern können. Im Kleinen, wie im ganz großen. Letztlich zum Wohle aller.


    Lassen Sie uns ins Gespräch kommen, wie ich ihr Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie unterstützen kann.


    Ihr Tomas Schiffbauer
    Liebich & Partner Management- & Personalberatung AG
    Telefon +49-7221-90780

    1 Kommentar

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    • Claudia Weyrauther 19. August 2016 Antworten

      Touché! Weniger Reden, mehr Testen. Und den Weg krumm (also nicht strukturiert) sein lassen. Gilt nicht nur für die Digitalisierung. Gilt ebenso für die Umsetzung einer neuen Führungskultur. Wenn wir uns mit dem Ausprobieren von Neuem schwer tun, suchen wir schnell im Innerpsychischen nach den „bösen kleinen Stimmen“, die uns zurückhalten. Und die gibt es ja auch. Dabei vergessen wir aber, dass nicht nur unsere Gedanken unser Verhalten steuert, sondern unser Verhalten auch unsere Gedanken beeinflusst.

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