BESCHREIBUNG

Aufgrund der Dynamisierung und Globalisierung der Märkte wird die Untersuchung des unternehmerischen Umfeldes immer wichtiger. Der Einsatz der Umfeldanalyse hilft, sich eröffnende Chancen und Risiken früher und genauer erkennen zu können.

EINSATZGEBIET

Die Umfeldanalyse liefert im Rahmen der strategischen Suchfeldanalyse einen Teil der externen Daten, die für die Zielplanung erforderlich sind. Mit zunehmender Konkretisierung der Produktidee im Verlaufe des Entwicklungsprozesses ist dann auch eine gezieltere, die produktbezogenen Aspekte vertiefende Umfeldanalyse möglich.

VERBREITUNG

Umfeldanalysen werden – in unterschiedlich konsequent durchgeführter Form – von praktisch jedem Unternehmen durchgeführt.

VORAUSSETZUNGEN
  • systematische externe Informationsbeschaffung
  • Festlegung von Erfolgsfaktoren für das zu entwickelnde Produkt
  • Objektivität, Vollständigkeit und Verständlichkeit der Checkliste
DURCHFÜHRUNG

Die praktische Durchführung erfolgt auf Basis der Checklistentechnik. Die Form determiniert jeweils nur die Gliederung der Checkliste.

Die Vorgehensweise läßt sich in drei Stufen gliedern (vgl./VDI-82/, S. 28f.):

1. Entwicklung einer umfassenden Checkliste

Zunächst müssen für jeden Informationsbereich die möglichen Einzelaspekte aufgelistet werden. Dabei kann man sich auf die in Formular F4.1 dargestellte neutrale Checkliste stützen.

2. Präzisierung des Problems

Der Informationsbedarf ist je nach zugrunde liegendem Problem unterschiedlich hoch. Jeder Aspekt muß auf seine Relevanz für das spezielle Problem überprüft und gegebenenfalls gestrichen werden. Ein nützliches Hilfsmittel zur Bestimmung der Relevanz und des Umfangs des Informationsbedarfs ist der Herkunftsbereich des Aspekts: Gesamtunternehmen, die Strategische Geschäftseinheiten (SGE), die Produktgruppen oder die Einzelprodukte.

3. Endgültige Festlegung der relevanten Aspekte

Nachdem die globale Beurteilung der Relevanz bereits bei der Problempräzisierung erfolgte, stellt Schritt 3 eine Feinbewertung der übriggebliebenen Aspekte dar. Sie werden mittels eines einfachen Bewertungssystems (z.B. ABC-Analyse) in „sehr wichtig“ bis „völlig unwichtig“ gegliedert. Unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten ist es empfehlenswert, die Informationsbeschaffung zunächst auf jene Bereiche zu konzentrieren, die als „sehr wichtig“ und „wichtig“ eingestuft wurden

Mit zunehmender Präzisierung des Produktes sowie im Verlauf der Informationsbeschaffung kommen neue Aspekte zu Tage, die bisher unberücksichtigt geblieben sind und in der Checkliste ergänzt werden sollten.

VORTEILE
  • umfassende, lückenlose Dokumentation relevanter Aspekte
  • Ergebnisse sind für weitere Analysen verwertbar
NACHTEILE
  • zeitaufwendig
  • hohe Kosten
Literatur

Kreilkamp, E.
Strategisches Management und Marketing
De Gruyter Verlag, Berlin, 1987

Susen, S.
Innovationsmarketing
Lang Verlag, Frankfurt a.M., 1995


Christoph Dill

Christoph Dill

Seit 2003 bin ich in der Beratung tätig, seit 2006 als Partner und damit einer der 11 Eigentümer unserer Firma. Seit 2010 stehe ich für den Kompetenzbereich Innovation & Engineering unserer AG, was seit jeher mein Beratungsumfeld darstellt. Hier habe ich ein sehr breites methodisches Fundament, das ich mit meinem Doktorvater Prof Dr. Ing dieter Spath (ehemals Leiter des Fraunhofer IAO, Stuttgart) auch in Form des Buchs ‚Vom Markt zum Markt‘ veröffentlicht habe. Aufbauend auf diesem Fundament entwickle, gestalte und begleite Kunden im Umfeld von Innovation und Prozess- und Projektmanagement. So kann ich dort einen Beitrag leisten, dass Produkte, Prozessen und Businessmodelle erfolgreich und marktfähig entwickelt und realisiert werden. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie, gehe Joggen, Mountainbiken und im Winter vor allem gerne Skifahren. Ski ist für mich mehr als ein Sport, sondern Teil meines Lebens.

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