Gedanken zum Digitalen Wandel 3: Habt endlich Mut zur Freiheit und Verantwortung!

Schnelles und agiles Handeln braucht geht nur mit den entsprechenden Haltung. Agil ist mehr Haltung als Methode, wer das Manifest zur agilen Organisationen gelesen hat, weiß das. Kern dabei ist, dass das Team schnell und eigenverantwortlich entscheiden darf. Alles was bremst stört.

Gleichzeitig muss für das Handeln auch die Verantwortung übernommen werden. Ich muss auch mit den Konsequenzen von Fehlentscheidung leben. Mit allen Konsequenzen. Das bedeutet: Raus aus der Hängematte – Jeder im Team muss die Schweißperlen auf der Stirn spüren, wenn es um kritische Entscheidung geht. Es geht nicht darum um mehr Druck, das ist für mich eine falsche Interpretation. Aber es geht darum kritische Entscheidungen nicht nach oben zurück zu delegieren. Rückfragen, Beratung und Diskussion vor einer solchen Entscheidung sind natürlich gewollt und gewünscht. Aber die Entscheidung bleibt an der Quell-Stelle. Für beide Seiten eine Herausforderung.

Dies ist alles andere als ’schaun wir mal‘ oder ‚Jugend forscht‘. Klare Ziele, kurze Zyklen und klare Verantwortung. Also eher ‚Zurückschalten, Blinker setzen und mit Power auf die Überholspur‘.

Spannend finde ich, dass trotz aller Anspannung die damit entsteht, genau das auch von der überwiegenden Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer gewünscht wird:
Die Studie Freiheit vs. Sicherheit: Der Ruf nach Freiheit – Innovationsförderliche Arbeitswelten aus Sicht der Arbeitenden zeigt genau diesen Wunsch!

Die Autoren von Hays, der ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft e. V. (ZAAG) und der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. (GfWM) haben mit empirisch-wissenschaftlicher Unterstützung des Lehrstuhls für Strategie und Organisation, Prof. Dr. Isabell M. Welpe, TU München folgende Kernaussagen herausgefunden:

Quer über alle Qualifikationen, Branchen, Alter und Unternehmenstypen:  Der entscheidende Faktor für erfolgreiche Innovation ist Freiheit und Verantwortung, die rund ⅔ gerne übernehmen wollen.

  • Zwei Drittel (68 %) der Befragten wünschen sich mehr Freiheit und Souveränität bei ihrer Arbeit.
  • Drei Viertel (76 %) würden ihr Engagement erhöhen, wenn sie über neue Produkte mitentscheiden dürften
  • Vier von fünf (80 %) sind gar überzeugt, dass mit einer stärkeren Teilhabe an firmenrelevanten Entscheidungen die Produktivität ihres Unternehmens steigt.

So: Was braucht es jetzt noch? Ihr seit dran: ‚Zurückschalten, Blinker setzen und mit Power auf die Überholspur‘.


Christoph Dill

Christoph Dill

Seit 2003 bin ich in der Beratung tätig, seit 2006 als Partner und damit einer der 11 Eigentümer unserer Firma. Seit 2010 stehe ich für den Kompetenzbereich Innovation & Engineering unserer AG, was seit jeher mein Beratungsumfeld darstellt. Hier habe ich ein sehr breites methodisches Fundament, das ich mit meinem Doktorvater Prof Dr. Ing dieter Spath (ehemals Leiter des Fraunhofer IAO, Stuttgart) auch in Form des Buchs ‚Vom Markt zum Markt‘ veröffentlicht habe. Aufbauend auf diesem Fundament entwickle, gestalte und begleite Kunden im Umfeld von Innovation und Prozess- und Projektmanagement. So kann ich dort einen Beitrag leisten, dass Produkte, Prozessen und Businessmodelle erfolgreich und marktfähig entwickelt und realisiert werden. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie, gehe Joggen, Mountainbiken und im Winter vor allem gerne Skifahren. Ski ist für mich mehr als ein Sport, sondern Teil meines Lebens.

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